„Weil das gesund ist.“ — und was stattdessen hilft
Der Satz, den wir alle schon gesagt haben. Warum er bei Kindern kaum ankommt und was du stattdessen sagen kannst.
Du hast geschnippelt, erklärt, gebeten. Und dann kommt er doch, der Satz: „Weil das gesund ist.“ Er ist wahr — und er kommt bei Kindern fast nie an. Das liegt nicht an dir.
Warum „gesund“ bei Kindern nicht ankommt
- „Gesund“ kann man nicht sehen Kleine Kinder denken sehr konkret: Was sie nicht sehen, anfassen oder schmecken können, bleibt für sie abstrakt. Vitamine und das, was im Bauch passiert, sind unsichtbar.
- „Später“ ist unvorstellbar weit weg „Damit du groß und stark wirst“ liegt für ein Kind in ferner Zukunft. Der Gehirnbereich, der Belohnungen aufschieben kann, reift bis ins junge Erwachsenenalter. Was jetzt schmeckt, gewinnt.
- Das Nein zu Neuem ist ein Schutzprogramm Zwischen etwa 2 und 6 Jahren sind viele Kinder besonders skeptisch gegenüber neuem Essen. Oft braucht es viele Versuche, bis etwas Neues schmeckt.
- „Nein“ heißt auch „Ich bestimme selbst“ In der Autonomiephase üben Kinder, eigene Entscheidungen zu treffen. Druck führt dann eher zu Widerstand.
Es liegt also nicht an dir. Kinder verstehen die Welt anders als wir.
Was stattdessen hilft
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Sehen & Anfassen:
„Brokkoli ist gesund.“„Schau mal, der sieht aus wie ein kleiner Baum. Magst du einen pflücken?“ -
Wiederholen:
„Probier doch wenigstens.“„Der liegt heute einfach mal da. Du entscheidest, ob du ihn anschaust, riechst oder probierst.“ -
Vormachen:
„Iss das auf.“Selbst mit Freude essen, ohne Kommentar: „Mmh, der ist heute knackig.“ -
Geschichten:
„Da sind Vitamine drin.“„Weißt du, wer sich im Bauch über Brokkoli freut? Die winzigen Helfer im Mikrobiom-Garten.“
